Menschen,
die M.U.T. brauchen
Wir betreuen vor allem seelenpflegebedürftige Kinder und Jugendliche,
die nach einem langen Leidensweg Aufnahme und eine neue Heimat in
Hohenfried gefunden haben – Lebensort von 150 Menschen mit Behinderung.
In enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Betreuern von Hohenfried
führen die Therapeuten von M.U.T. e.V. die Tier-Therapie durch.
Unsere Erfolgserlebnisse ermutigen uns.
Therapieberichte
Johanna*, misshandelt und missbraucht,
Mensch-und-Tier-Therapie seit Juli 2003
Mutter und Stiefvater versuchen, sie zu strangulieren. Aufnahme in
Hohenfried im Alter von 16 Jahren. Kommt aus den Ferien wieder misshandelt
zurück, Blutergüsse und Zigaretten-Brandnarben am ganzen
Körper.
Johanna war eine der ersten Jugendlichen beim therapeutischen Reiten,
ein selbstbewusstes Mädchen lächelt heute vom Pferd.
Robert*, massiv vernachlässigt,
Mensch-und-Tier-Therapie seit Dezember 2003
Nicht auf den Arm genommen, nicht gebadet, kein warmes Essen. Sitzt
in der Wohnung rum, kratzt an der Wand. Ankunft in Hohenfried, als
er fünf Jahre alt ist. Ängstlich, kann nicht einschlafen,
Wut. Wunsch: Neue Eltern kaufen.
Seit Dezember kommt Robert regelmäßig zum Stalldienst
und führt Lamas spazieren. Langsame, aber stetige Verbesserungen
seiner gesamten Situation sind seither zu beobachten.
Wolfgang*, verwahrlost,
Mensch-und-Tier-Therapie seit Mai 2004
Stiefvater ist Alkoholiker, Mutter muss arbeiten. Wird von psychisch
kranker Großmutter aufgezogen und mit Abfällen aus der
Mülltonne ernährt. Kommt als Fünfjähriger nach
Hohenfried. Stiehlt und versteckt Essen. Oft aggressiv.
Wolfgang geht seit Anfang Mai 2004 einmal die Woche zum therapeutischen
Reiten, erste Erfolge sind bereits bemerkbar.
*Namen geändert |