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Warum helfen Tiere?

Das Tier erobert den Therapiebereich in Feldern, bei denen die bekannten Instrumentarien versagen. Vor allem auf dem seelischen Feld kommen die unterschiedlichsten Tiere – vom Insekt bis zum Dromedar – zum Einsatz. Oftmals ist es schwer, klare Theorie- und Handlungskonzepte zu erkennen. Vielfach bleibt es bei der Beschreibung von Erfahrungen. Die sichtbaren Veränderungen der beteiligten Menschen zeigen, dass die Prozesse zwischen Tier und Mensch Wirksamkeiten beinhalten: ADHS Kinder werden ruhiger, vereinsamte Menschen beginnen sich zu öffnen. Die Wirksamkeiten zu ergründen fällt schwer, handelt es sich doch um Prozesse die sich nur mittelbar messen lassen.

In Haus Hohenfried wird seit 2 Jahren intensiv mit Pferden und Lamas eine tiergestützte Therapie betrieben. Dabei ist diese Arbeit nicht solitär angesiedelt, sondern in einen Kontext von Heilpädagogik, Sozialtherapie und Traumaarbeit eingebunden (Drei-Säulenmodell). Teilnehmer der tiergestützten Therapie sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwersten Traumata durch Fluchterlebnisse, Gewalt und Missbrauch sowie Verwahrlosung, Behinderungen (Autismus) und psychiatrischen Anteilen.

Für diese Arbeit wurde eigens der Verein MUT (Initiative für eine zeitgemäße Mensch und Tiertherapie) gegründet. Durch diesen Verein werden auf dem Gelände von Haus Hohenfried die Strukturen und Ressourcen für die Therapie mit Tieren zur Verfügung gestellt.

In dem folgenden Text wollen wir einige Elemente des theoretischen Hintergrundes skizzieren, Erfahrungen zur Verfügung stellen sowie Fragen aufwerfen.

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